Die Nährstoffe von fein zerhäckselten Rasenschnitt direkt ausbringen

Das frisch gemähte Gras kann zum einen kompostiert und so zu wertvollen Humus werden, aber auch direkt – also ohne vorherige Verrottung – seine Nährstoffe abgeben. Das Mulchen – also das Ausbringen von unverrotteten organischen Materialien – ist in der Garten- und Landwirtschaft seit je her eine wichtige Form der Ertragssteigerung.

Mulchmähen

Viele Gartenfreunde schwören dabei auf Mulchmäher. Das sind Rasenmäher ohne Fangkorb, die das Material sehr fein zerhäckseln und gleichmäßig, möglichst direkt auf der Grasnarbe verteilen. Je nach Häufigkeit des Rasenmähens ist schon nach wenigen Tagen vom Schnittgut nichts mehr zu sehen.

Ein Düngen des Rasens ist durch diese Art des Nährstoff-Kreislaufs unnötig. Das spart Kosten für Rasendünger und schont die Umwelt. Nachteile: Mulchmähen macht ein etwas häufigeres Mähen erforderlich, als mit einem klassischen Rasenmäher. Außerdem mag nicht jeder Gartenbesitzer den Grasschnitt auf dem Rasen belassen, auch wenn gute Mulchmäher das Schnittgut sehr fein und nahe am Boden verteilen.

Obst- und Gemüsepflanzen mit frischem Grasschnitt mulchen

Was jeder Gärtner mit Teilen des anfallenden Rasenschnitts machen kann, ist andere Pflanzen damit im Garten zu mulchen. Hierbei wird das frisch gemähte Gras in einer 4-5 cm dicken Schicht rund um die Pflanzen verteilt. Selbst ganze Beete lassen sich so abdecken.

Zum einen bekommen die Pflanzen so direkt wichtige Nährstoffe, erhalten eine Wärmedämmung und es setzt sich weniger Erde beim Gießen an Früchten und Blättern fest. Außerdem verringert das Mulchen das Auftreten von Unkräutern und verhindert Bodenerosion an trockenen Tagen. Vor allem bei Rosen, Erbeeren und Tomaten schätzen diese Art der „Sonderbehandlung“ sehr.